ZNKR Kendô Kata


Die Zen Nihon Kendô Renmei empfiehlt jedem Kendôka mindestens die Iaidôformen der Seitei Iai zu üben, um sich mit dem Umgang mit dem Katana vertraut zu machen, damit sich letztendlich der "Weg des Schwertes" nicht auf ein minderes "Shinaikendô" reduziert.

Die Berechtigung der Kata ist ähnlich. Seiho und Kumitachi, die Vorläufer der Kata sind und waren das Übungsmedium des Kenjutsu. Auch im Kenjutsu gab es sicherlich schon immer Bestrebungen das Trainingsrisiko zu vermindern, bzw. den Realismus zu erhöhen. Vom weniger gefährlichen Schwert (Bokken, Shinai etc.) bis zu diversen Schutzausrüstungen hatte da jede Ryû ihre eigenen Ansätze.

Somit schlägt bereits das Üben von Kata eine erstrebenswerte Brücke zu den Wurzel des Kendô.

Was die Effizienz von Kata als Ausbildungsmedium angeht, gehen die Meinungen auseinander. In der Jikidenshinkai betrachten wir Wettkampfkendô als wichtige Phase der Ausbildung, aber eben nur als Phase. Das Üben der Kata ist lebenslang.

Des Weiteren sind Kata im Iaidô wie im Kendô das Speichermedium der korrekten Technik. Die Kata bewahrt diese Technik für die Zukunft. Sie trägt den Kern der Wahrheit dieser Technik selbst wenn diese vom Ausübenden (noch) nicht durchdrungen wurde, und kann beizeiten entdeckt werden.

Die heute praktizierten Formen der ZNKR Kendô Kata sind eine Vereinheitlichung diverser vorangegangener Vereinheitlichungen. Diese resultieren ursprünglich in Kompromissen prominenter Vertreter diverser Kenjutsuryû. Wirklich festzustellen, welche Ryû zu wie viel Prozent hinter welcher der heutigen Kata steckt ist praktisch unmöglich oder aber höchst spekulativ, da zwar bekannt ist welche Vertreter beteiligt waren, aber kein detailliertes Protokoll angefertigt wurde.

Aus diesem Grund beschränken wir uns an dieser Stelle darauf die zeitliche Abfolge zu schildern und ausschließlich die Beteiligten zu benennen, auf die wir auf unserer Website sowieso verweisen.

1906: Dai Nihon Butokukai formuliert die Butokukai Kenjutsu Kata

    - beteiligt waren u.a. Negishi Shingoro und Nakayama Hakudo

(Ein interessanter Aspekt ist es, dass die Shindô Munen Ryû in dem entsprechenden Komitee überproportional vertreten war.)

1911: Tôkyô Shihan Gakko (Tôkyô Lehrer College) formuliert ihre eigene Kata
    - beteiligt waren u.a. Takano Sasaburo, Negishi Shingoro und Nakayama Hakudo

1912: Dai Nihon Butokukai formuliert die Dai Nihon Teikoku Kata
    - beteiligt waren u.a. Takano Sasaburo, Negishi Shingoro und Nakayama Hakudo

1917: Eine ausführliche schriftliche Erklärung der Dai Nihon Teikoku Kata wird veröffentlicht

1933: Seit einer Revision der schriftlichen Erklärung wird die Kata als Nihon Kendô Kata bezeichnet.

1981: Die ZNKR gleicht die Erläuterung dem modernen Sprachgebrauch an.

Die folgenden Filme zeigen unsere Ausführung der Kata mit dem Katana. Die Ausführung entspricht unserem Verständnis, begrenzt durch unser Können und reduziert auf ein durch uns beherrschbares Tempo.